Jakobswege - Camino del Norte - 01

Camino del Norte

Die Video-Doku meiner Pilgerreise

Dieses Video zeigt dir das Rauschen des Meeres, die epischen Klippenpfade und den rauen Charakter der nordspanischen Atlantik-Küste.

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Allgemeines zum Camino del Norte

Beschreibung

Der Camino del Norte verläuft an der Küste Nordspaniens entlang, nahezu parallel zum Camino Francés. Mit einer Gesamtlänge von etwa 850 Kilometern startet der Camino del Norte in Irún an der französisch-spanischen Landesgrenze und führt größtenteils direkt an der Atlantikküste entlang bis nach Ribadeo, wo er dann ins Landesinnere abbiegt, um das finale Ziel Santiago de Compostela anzusteuern. Obgleich der Camino del Norte durch viele große Städte wie beispielsweise San Sebastián, Bilbao und Santander führt, besticht dieser Jakobsweg vor allem durch seine spektakulären Naturschauspiele, insbesondere an diversen Felsformationen, Buchten und Stränden.

Länge

Etwa 850 Kilometer

Offizieller Start- und Zielpunkt

Start: Irún, Spanien
Ziel: Santiago de Compostela, Spanien

Durchquerte Regionen

Baskenland, Kantabrien, Asturien, Galicien

Wichtigste Orte und Zwischenstationen

San Sebastián, Bilbao, Santander, Gijón, Ribadeo, Arzúa

Etappen

In der Regel etwa 32 bis 38 Tagesetappen bei Etappenlängen von durchschnittlich etwa 25 Kilometern.

Popularität

Jährlich befinden sich laut Oficina del Peregrinos über 20.000 Pilger auf diesem Jakobsweg.
(Stand 2024: 21.417 Pilger – Quelle: https://oficinadelperegrino.com/en/statistics-2/)

Besonderheiten

a) Geografisch ist der Camino del Norte ein topografisches Meisterwerk aus Kontrasten. Der Weg verläuft wochenlang in Sicht- und Hörweite des kantabrischen Meeres (Atlantik). Du marschierst über Klippenpfade, sandige Strände und durch schattige Eukalyptuswälder. Das namensgebende Sägezahn-Profil entsteht durch die unzähligen Flussmündungen (Rías): Der Pfad zwingt dich permanent von den Steilküsten hinab auf Meereshöhe, nur um dich direkt im Anschluss den nächsten Steilhang hinaufzujagen. Die Muskeln arbeiten im permanenten aeroben und anaeroben Wechselspiel. Zwar anstrengend, aber gleichzeitig mit wunderschönen Abschnitten.

b) Aufgrund der Vielzahl an Städten und Dörfern, die der Weg durchquert, gibt es leider sehr viele Streckenabschnitte auf Asphalt. Viele erfahrene Pilger des Camino del Norte bevorzugen deshalb anstatt Wanderstiefel lieber Laufschuhe mit doppelt weicher Sohle.

c) Insbesondere deshalb, um die Industriegebiete rund um Gijon und Avilés zu meiden, biegen viele Pilger hinter Villaviciosa auf den Camino Primitivo ab.

Der historische Ursprung (Der Schutzweg des Mittelalters)

Historisch gesehen gehört der Camino del Norte zu den absoluten Urwegen der Jakobspilger. Im 9. und 10. Jahrhundert, als weite Teile der iberischen Halbinsel unter maurischer Herrschaft standen, war der bekanntere Camino Francés im Süden schlichtweg zu gefährlich oder unpassierbar. Könige, Adlige und europäische Pilger wählten daher die geschützte Route entlang der christlich kontrollierten Nordküste. Erst mit dem Vorrücken der Reconquista nach Süden verlor der Küstenweg an Bedeutung – bis er im 21. Jahrhundert von Individualisten als die ungeschönte, wilde Alternative zum Massentourismus neu entdeckt wurde.

Wegmarkierung

Durchgehend gelbe Pfeile, oft ergänzt durch offizielle Jakobsmuschel-Kacheln der Küstenregionen


Karte