Camino Primitivo

Beschreibung

Der Camino Primitivo ist der älteste Jakobsweg (primitivo = ursprünglich). Mit einer Länge von etwa 317 Kilometern führt dieser Weg von Oviedo über das kantabrische Gebirge nach Santiago de Compostela. Pilger dieses Weges dürfen sich sowohl auf die schöne, naturbelassene Landschaft als auch auf unzählige Höhenmeter gefasst machen. Verglichen mit dem populären Camino Francés ist der Primitivo deutlich ruhiger mit weniger Infrastruktur.

Länge

Etwa 317 Kilometer

Offizieller Start- und Zielpunkt

Start: Oviedo, Spanien
Ziel: Santiago de Compostela, Spanien

Etappen

Etwa 13 Tagesetappen bei Etappenlängen zwischen 19 und 31 Kilometern.

Popularität

Jährlich befinden sich laut Oficina del Peregrinos rund 25.000 Pilger auf diesem Jakobsweg.
(Stand 2024: 24.470 Pilger – Quelle: https://oficinadelperegrino.com/en/statistics-2/)

Besonderheiten

a) Der Camino Primitivo besticht durch seine Schönheit der Natur im kantabrischen Gebirge. Doch dies an seinen Preis: Etliche Höhenmeter, teilweise steil sowohl bergauf als auch bergab, machen diesen Weg zu einem der anstrengendsten Jakobswege. Insbesondere die sogenannte Hospitales-Route ist hier erwähnenswert, denn diese Route führt über einen Bergkamm auf etwa 1.200 Meter ü. NHN, rund 28 Kilometer durch die Wildnis ohne Herbergen oder Einkaufsmöglichkeiten, auf der die Pilger auf sich allein gestellt sind.

b) Der Camino Primitivo gilt noch als Geheimtipp der Jakobswege und ist im Vergleich zum Camino Francés deutlich weniger frequentiert. Allerdings befinden sich vorwiegend in den Sommermonaten auch hier eine Vielzahl an Pilgern, was die Herbergssituation mitunter an ihre Grenzen bringt. Vor allem in Grado, dem Zielort der ersten Etappe, gibt es häufig Engpässe bei der zur Verfügung stehenden Bettenanzahl.

c) Einige Pilger gehen den Weg nicht bis nach Santiago de Compostela, sondern “nur” bis Lugo. Hintergund ist der, dass der Weg hinter Lugo eher flach und größtenteils eher langweilig verläuft sowie in Melide auf den Camino Francés trifft. Wer demnach den Weg ab Melide auf dem Camino Francés schon kennt und/oder die Pilgermassen auf den letzten Kilometern meiden möchte, beendet die Pilgerreise bereits in Lugo und verzichtet somit auf die Pilgerurkunde.

d) Der Camino Primitivo lässt sich sehr gut mit dem Camino del Norte, der in Irún beginnt und an der spanischen Nordküste verläuft, kombinieren. Hinter Villaviciosa gabelt sich dieser nördliche Weg und hier hat der Pilger die Wahl, entweder geradeaus weiter auf dem Camino del Norte zu bleiben oder ins Landesinnere nach Oviedo, dem offiziellen Startpunkt des Camino Primitivo, abzubiegen. Dieser sogenannte Zubringer von Villaviciosa nach Oviedo ist zwei Tagesetappen lang und  ebenfalls gut markiert.

Karte

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